Proxmox Backup Server 4.1 veröffentlicht – Mehr Kontrolle, schnelleres Verify, besseres S3-Handling
Am 26. November 2025 wurde Proxmox Backup Server 4.1 offiziell veröffentlicht.
Die neue Version bringt zahlreiche Verbesserungen für Performance, Sicherheit, Traffic-Steuerung und S3-basierte Datenspeicherung.
Grundlage ist weiterhin Debian Trixie (13.2), kombiniert mit dem aktuellen Kernel 6.17.2-1 und ZFS 2.3.4.
Mit 4.1 baut Proxmox die Rolle des Backup Servers als zuverlässige, skalierbare und extrem schnelle Backup-Lösung für virtuelle Infrastrukturen weiter aus.
1. Wichtige Neuerungen im Überblick
1.1 Traffic Control jetzt pro Benutzer steuerbar
Bisher konnte Proxmox Backup Server den Backup-/Restore-Traffic anhand der Quell-IP oder Netzwerke einschränken.
Mit Version 4.1 kann die Bandbreitensteuerung nun auch auf Basis des authentifizierten PBS-Benutzers erfolgen.
Vorteile für Admins:
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Feingranulare Priorisierung von Backup-Jobs
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Benutzer- oder Team-basierte Traffic-Profile
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Bessere Kontrolle bei Multi-Tenant- oder MSP-Umgebungen
Wenn mehrere Regeln greifen, haben Benutzerspezifische Vorrang.
1.2 Leistungssteigerung: Parallelisierung von Verify-Jobs
Verify-Jobs sind CPU- und IO-intensiv, da gespeicherte Backup-Chunks gelesen und Checksums geprüft werden.
Neu in 4.1:
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Einstellbare Anzahl an Read-Threads
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Einstellbare Checksum-Verifying-Threads
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Pro Datastore einstellbar, pro Job überschreibbar
In vielen Umgebungen führt dies zu:
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30–60 % kürzeren Verify-Laufzeiten
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Optimiertem CPU-Einsatz
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Besserer Planbarkeit von Wartungsfenstern
1.3 Bandbreiten-Limits für S3-Endpunkte
Seit Version 4.0 können Backups in S3-kompatiblen Objekt-Storages gespeichert werden.
Neu in 4.1:
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Bandbreiten-Limits für Up- und Downloads
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Vermeidung von Netzwerküberlastung
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Präzise Steuerung großer Remote-Backups
Ideal für:
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WAN-Offsite-Backups
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gemischte MPLS-/Internet-Setups
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Shared-Storage-Umgebungen
1.4 Kernel 6.17 als neuer Standard
Der neue Kernel bringt:
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bessere Hardware-Unterstützung
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stabilere Network-/Storage-Treiber
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optimierte Performance im High-IO-Betrieb
2. Verbesserungen in der Web-GUI
Wichtige GUI-Verbesserungen
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Shell-Zugriff für Nicht-PAM-User (mit PAM-Reauth)
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Optimierung für High-DPI-/4K-Displays
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Sortierfix für „Letzter Kommentar“
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Verbesserte Fehleranzeigen z. B. bei WebAuthn
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Aktualisierte Übersetzungen (u. a. Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch)
Diese Anpassungen sorgen für mehr Übersicht, Stabilität und Nutzerfreundlichkeit.
3. Backend-Optimierungen
3.1 Erweiterte Traffic-Steuerung
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Traffic-Limits können Benutzer berücksichtigen
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Verbesserte Regelpriorisierung
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Stabileres Verhalten unter hoher Last
3.2 Verbesserungen beim Snapshot-Handling
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Schnelleres Freigeben von Locks
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Zuverlässigeres Resync bei Pull-Jobs
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Verbesserte Remote-Authentifizierung
3.3 Optimierungen bei Garbage Collection
Version 4.1 behebt mehrere Race Conditions, die vereinzelt zu:
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Backup-Korruption
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GC-Blockaden
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temporärem Freeze des Systems
führen konnten.
Ergebnis: Deutlich robustere Backup-Verwaltung.
4. Verbesserungen bei S3-Backends (Tech Preview)
| Bereich | Verbesserung |
|---|---|
| Rate Limits | Individuell pro Endpoint – Rate & Burst |
| Stabilität | Retry-Mechanismen, robustere Fehlerbehandlung |
| Kompatibilität | Endpoints ohne Date-Header oder optionale Metadaten |
| Performance | Weniger Verbindungsaufbau, optimierte Cache-Logik |
| Sicherheit | Verbesserter Schutz gegen manipulierte Clients |
| GC-Fixes | Zuverlässigere Chunk-Bereinigung |
Diese Anpassungen verbessern die Nutzbarkeit von S3-Speichern deutlich – besonders in hybriden oder Offsite-Setups.
5. Access Control & Auth
Neue Funktionen:
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Fix für 2-Zeichen-Realm-Namen
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Login mit Tickets wieder möglich
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OIDC-Logout-Problem behoben
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Bessere Passkey-Kompatibilität
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Tokenbasierte VNC-Authentifizierung via neuem API-Endpoint
6. Installation & Systemverwaltung
Installer-Optimierungen
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Interface-Name-Pinning → verhindert Netzwerkfehler nach Kernelwechsel
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Verbesserte Root-Passwort-Validierung
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Debian CDN statt Mirror-Auswahl
Verbesserungen im Systemmanagement
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Mehr Details im Systemreport
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Fixes für VMScape / Spectre
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Stabilere Mail-Kompatibilität
7. Bekannte Probleme
Probleme mit Kernel 6.17 auf Dell PowerEdge
Einige Modelle booten Kernel 6.17 nicht zuverlässig.
Empfohlener Workaround:
proxmox-boot-tool kernel pin 6.14.11-4-pve
DRBD/LINSTOR-Inkompatibilität
Derzeit kein Kernel-6.17-Support → ebenfalls Kernel 6.14 pinnen.
Fazit
Proxmox Backup Server 4.1 bringt spürbare Verbesserungen im gesamten Backup-Lifecycle:
Mehr Kontrolle, mehr Performance, mehr Stabilität.
Besonders S3-Nutzer und Betreiber großer Datastores profitieren von den Optimierungen.
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